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  • Susanne

Neue Kakaopflanzen

Es heißt mal wieder nachpflanzen im Kakaowald. Etwa 200 Kakaobäumchen habe ich bei Kakaofarmer Don Domingo in Auftrag gegeben. Er hat nicht nur die von mir heiß begehrte Sorte edler weißer Kakaobohnen, sondern hat auch Erfahrung in der Kakao-Veredelung. Die Bäumchen kommen im Alter von 10 Monaten, veredelt und schon mit einem Blattansatz zu uns. So können sie nach dem anwachsen gleich ordentlich loswachsen.


Frühmorgens um 6 Uhr schwingen wir uns auf den gemieteten Pick-Up und fahren zur zwei Stunden entfernten Farm. Die 200 Pflanzen stehen schon abholbereit an der Straße. Don Domingo hat sie mit seinen zwei Söhnen zu Pferd aus der Baumschule geschafft. Wir müssen nur noch aufladen. Leider spielt uns das Wetter überhaupt nicht in die Hände. Schon seit Tagen hat es nicht geregnet, sengende Sonne und eine Bruthitze setzen nicht nur uns, sondern auch den fragilen Bäumchen ganz schön zu. Bereits morgens um neun ist die Hitze kaum noch auszuhalten und uns steht ja noch die Rückfahrt und das Ausladen bevor.


Auf dem Rückweg erspäht Julio am Wegesrand noch den perfekten Dünger: Pferdeäpfel mit Sägespänen, die irgendein Tiertransport hier abgeladen hat. Die werden auch gleich noch mit aufgeladen! Bis zum nächsten Tag müssen die Bäume im ausladenden Schatten einer Guaba ausharren. Dafür bekommen sie noch einmal eine extra-Ladung frisches Wasser ab. Hoffentlich hat sie die Fahrt nicht zu sehr mitgenommen.


Glücklicherweise regnet es nachts endlich, so dass die Kakaobäumchen erfrischt sind und auch gleich in eine regenschwere Erde gesetzt werden. Das Ausheben der Löcher erweist sich für unsere Arbeiter als langwierige Arbeit. Vom lehmreichen Boden muss so viel wie möglich weg, damit das Loch mit guter Erde und dem erbeuteten Dünger aufgefüllt werden kann. Drei Tage brauchen unsere zwei fleißigen Helfer.


Es scheint, dass die neuen Kakaobäumchen die Strapazen gut überstanden haben und sich gut einleben. Damit es noch besser klappt, folgt in den nächsten Tagen noch eine Dusche mit fermentiertem Kuhmist und Mikroorganismen des Waldes. Drückt uns die Daumen!


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